THELURE. ESSENCE OF STILLNESS.

Über die Idee

In einer Zeit, in der alles auf Geschwindigkeit und Sichtbarkeit drängt, entsteht eine Bewegung, die das Gegenteil sucht, nicht das Spektakel, sondern die Stille. Am Ursprung steht eine einfache Handlung: der Wurf einer Angel. Ein präziser, kontrollierter Akt, der Geduld, Konzentration und Intuition vereint. Was dort am Wasser geschieht, wird hier in Stoff übersetzt, in Formen, die atmen, in Silhouetten, die Raum lassen, in Farben, die nicht schreien, sondern fliessen. Diese Kleidung ist kein Symbol für Besitz, sondern für Bewusstsein. Sie erinnert daran, dass der wahre Luxus nicht Lautstärke ist, sondern Zeit.

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Über die Inspiration am Wasser

Das Wasser ist keine Kulisse, sondern Lehrer. Es formt Bewegung ohne Härte, Struktur ohne Zwang, Tiefe ohne Gewicht. Jede Welle, jeder Spiegel, jede Strömung fliesst in die Texturen und Linien dieser Designs ein. Die Oberfläche der Stoffe erinnert an Reflexionen im Morgengrauen, die sanften Übergänge zwischen Licht und Schatten an das Brechen der Sonne auf ruhigem Wasser. Hier beginnt der Dialog zwischen Mensch und Natur, nicht durch Eroberung, sondern durch Resonanz. Das Kleidungsstück wird zur Übersetzung dieser Stille, ein tragbares Fragment des Moments, wenn Wind, Körper und Wasser denselben Rhythmus atmen.

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Über Ästhetik und Form

Die Form folgt keinem Trend, sondern einem Zustand. Grosszügige Schnitte ermöglichen Bewegung und Ruhe zugleich. Die Farbwelt ist abgeleitet von Erde, Moos, Nebel, Gestein und Tiefe. Nichts ist dekorativ, alles ist reduziert auf Notwendigkeit. Wie bei einem Fischkörper, der sich der Strömung anpasst, folgt jedes Detail der Logik von Balance, Leichtigkeit und Zweck. Das Ergebnis ist kein Look, sondern ein System – eine stille Architektur, die Funktion und Gefühl in Einklang bringt.

Über das Interesse am Angeln

Angeln ist keine Sportdisziplin, sondern ein psychologischer Raum. Ein Akt des Wartens, ein Training für Geduld und Wahrnehmung. Es geht nicht darum, den Fang zu machen, sondern um das Verständnis für Rhythmus, Stille und Zufall. Wer angelt, lernt zuzusehen, bevor er handelt. Er lernt, dass Bewegung aus Ruhe entsteht, dass Präzision nur dort existiert, wo Achtsamkeit herrscht. Diese Philosophie wird zum ästhetischen Prinzip, nicht, um zu imitieren, sondern um Haltung zu übersetzen.

Über Zugänglichkeit und kulturelle Verbindung

Diese Vision richtet sich nicht an eine Szene, sondern an einen Zustand. Ob du aus der Stadt kommst oder vom Land, ob du Mode trägst oder sie lebst die Haltung bleibt dieselbe. Es geht um Nähe zur Natur und Distanz zum Lärm. Um Kleidung, die spricht, ohne etwas zu sagen. Um Menschen, die sich erkennen, ohne sich erklären zu müssen. In einer Kultur, die Bilder produziert, um sie zu vergessen, ist dies eine Marke, die Stille produziert, um erinnert zu werden.

Über Zeitlosigkeit

Nichts hier folgt dem Kalender. Es gibt keine Jahreszeiten, keine Drops, keine Eile. Nur ein konstantes Streben nach Balance zwischen Funktion, Material und Bedeutung. Ein Kleidungsstück, das nicht nur getragen, sondern gespürt werden will. Ein Moment, der bleibt, wenn alles andere vergeht.